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Schön war’s. Malaysia Reisebericht und Vlog

Ich sitze hier und bin fast 24 Stunden wieder in Deutschland, zurück aus dem Urlaub.

Mir war gar nicht bewusst, dass man einen blauen Himmel vermissen kann. Die Brandrodungen in Indonesien sorgten leider für einen fast beständig geisterhaft grau-weißen Himmel und eine hohe Schadstoffbelastung der Luft über ganz Malaysia und Singapur. Bis auf wenige Ausnahmetage sah der Himmel so aus, wie auf dem obigen Foto, das die Wahrzeichen Kuala Lumpurs zeigt, die Petronas Towers.
Für uns schade, generell sehr erschreckend, aber wir hatten trotzdem eine schöne, aufregende Zeit und einen tollen Urlaub.

Durian-Frucht-Stand
Durian-Frucht-Stand
Unsere "Nachbarschaft" mitten in Bukit Bintang in KL
Streetfood in KL
Streetfood in KL

Gelandet in Kuala Lumpur blieben wir erstmal nur eine Nacht in der Riesen-Rummelstadt, bevor es mit dem Bus weiter nördlich auf die Insel Penang ging. Die Fahrt dauerte ca. 5 bis 6 Stunden und war eigentlich ganz komfortabel abzusitzen.

Die Hauptstadt George Town ist berühmt für ihre abwechslungsreichen Straßenküchen und hier soll man das beste Streetfood der Welt futtern können.

Leider konnten wir durch die ungewohnte Hitze nicht so viel essen, wie wir gern gewollt hätten. 😀 Ich ärger mich ein bisschen, dass wir nicht noch mehr von den kleinen Straßenständen ausprobiert haben.

… Ich habe allerdings die ganze Zeit über nichts „ekliges“(ja, die Frage kam schon auf …), oder hygienisch nicht einwandfreies (geh ich von aus, denn mein Magen hat sich dahingehend nicht besonders gemuckt) gegessen. Auch Eiswürfel hab ich en Masse konsumiert, da kommt man gar nicht drum herum. Klar hat mir nicht alles total gut geschmeckt (Sour plum juice, brrrr XD), aber probieren geht eben über studieren. 😛

Fried Oyster. Austern mit Ei, Korriander und Chillisauce.
Streetfood. Das Essen hier war mega lecker, wir hatte so eine Art Nasi Lemak. Reis mit Hühnchencurry/Sambal, Gurkenscheiben, einem halben Ei und gerösteten Erdnüssen. Für nur 6 RM! (ca. 1,22 €)
Die Brühe wird in die große Schüssel gegeben. Lecker, aber kein Highlight.
Nasi Lemak im Bananenblatt. Als Frühstück oder für Unterwegs.

Die Menschen, mit denen wir Kontakt hatten, waren nahe zu alle freundlich, aufgeschlossen und zuvorkommend. Insofern habe ich Malaysia als gastfreundlich und viele Menschen als sehr interessiert erlebt. Viele Malayen sprechen gut oder zumindest ein paar Brocken Englisch, was das Zurechtfinden und Kommunikation natürlich extrem erleichtert. Außerdem haben wir uns als allein reisende Frauen immer sicher und gut aufgehoben gefühlt.

Penang, Georgetown
Streetart in Georgetown
Kunst

Zwei Tage sind für George Town wirklich ausreichend, die Hauptattraktion ist das Streetfood und man hat schnell das Bedürfnis dem omnipräsenten, stinkenden Straßenverkehr zu entfliehen.

Mit der Speed-Fähre (ca. 2,5 h) ging es dann rüber nach Langkawi. Eine kleinere Insel weiter nördlich, fast schon bei Thailand. Auf Langkawi kann man deluxe Strandurlaub machen, die Insel ist viel ruhiger und die Atmosphäre relaxter als auf Penang.

Einsamer Strand in Lankawi
Langkawi Hinterland ... und BLAUER Himmel!!!
Seafood in Langkawi. Ich hatte Squid (links) mit Chilisauce. Lecker!
Langkawi Seilbahn, Sky Cab. Die Fahrt war der Horror! Viel zu hoch!
... aber für den Ausblick von der Skybridge hat sich die Fahrt ein bisschen gelohnt.

Der Host unseres über AirBnB gebuchten Bungalows war einfach mal mega herzlich und gastfreundlich. Wir durften sein Auto borgen (Achtung, Linksverkehr!), um zu einem abgelegenen Strand zu kommen und er brachte uns auch mit dem Auto zum Flughafen. Wir sind spontan eine Nacht länger dort geblieben und an einem klareren Tag noch mit der Seilbahn gefahren. Junge, was ne Aussicht! Was ne Höllenfahrt! 😀

Der Flug nach Singapur war relativ günstig und da fiel die Entscheidung, keinen Fuß mehr auf die bekackte Fähre zu setzen sehr leicht. Außerdem ersparte uns das einen Tag Busreise.

ArtScience Museum, Marina Bay Sands Singapur – im Haze
Aussicht auf Singapur :/

Singapur an sich ist nicht wirklich eine Reise wert. Die Stadt ist eine einzige Shopping Mall und man fühlt sich von den ganzen Vorschriften, Verboten und drohenden Geldbußen beengt. Trotzdem ein Erlebnis mal da gewesen zu sein!

Zurück in Malaysia fühlt man sich gleich viel freier 😀 … und alles ist nur halb so teuer! … Fast.

Natürlich gibt es auch in KL große Malls mit allen Marken, die man so kennt und noch einigen, die man eben nicht kennt. Die Preise sind ähnlich hoch wie hier und auch die Kollektionen sind identisch. Wobei ich mich schon frage, wer dort in den Zara geht und sich n‘ Winter-Wollmantel kauft!? Natürlich gibt es auch die günstigen lokalen Läden und Märkte mit Fakes und Ramsch.

Orchad Street Singapur.
Botanischer Garten Singapur
Frühstück: Mini Tastie Curry Noodels mit Youtiao – die schmecken wie Churros ohne Zucker.

Es gibt auch einige Sephoras in KL. Das Sortiment war ganz nett, ich habe aber Becca und Hourglass vermisst – ansonsten gab es aber alles, was das Herz begehrt.

Die Verkäuferinnen, besonders in Drogerien und den kleineren Beautystores, waren allerdings haarsträubend nervig und klebten einem immer direkt an der Backe. Jede Handbewegung beobachtend, als wenn ich „DIEB“ auf der Stirn stehen hätte. Oder aber man bekommt ungefragt drölf Empfehlungen, nur weil man mal was angefasst hat. Die allermeisten Pflegeprodukte waren übrigens mit einer englischen INCI Liste versehen, was mich sehr gefreut hat!

Alles in allem empfinde ich Malaysia (und Singapur) als ein einfaches Reiseland (für „Asien-Anfänger“ – Asien light, hab ich häufiger gehört – und wenn man als Frau gern allein unterwegs ist), das Essen ist super, die Kosten (Wohnen, Essen, Reisen) halten sich im Rahmen, das friedlich gelebte Multikulti-Miteinander der Locals ist sehr angenehm, Wetter ist sicher Geschmackssache 😉 (tropisch-schwül) und das kleine Land lässt sich leicht bereisen. War ne schöne Zeit mit der Besten Reisebegleitung der Welt. 🙂

Ich habe natürlich noch einen Haul in der Mache, kommt ganz bald!

Dach eines Hindutempels
Treppe zu den Batu Caves. Innen sind mehrere Hindu Tempel und auf dem Weg warten garstige Affen.

Reise Vlog Malaysia

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9 Comments

  • Reply
    Steffi
    6. Oktober 2015 at 17:20

    Cooler Bericht, spannendes Land. 🙂

  • Reply
    Anna D
    7. Oktober 2015 at 10:06

    Ein spannender Bericht und tolle Bilder! c: Leider finde ich das Video teilweise etwas zu ruckelig, was das Zusehen etwas anstrengend macht… Aber ansonsten wie üblich sehr sympathisch, I like. c:

    • Reply
      Bambi
      7. Oktober 2015 at 10:29

      Danke dir 🙂
      Ja, das ist wahr, ich wollte es trotzdem zusammenschneiden, auch für mich 😉 …
      Aber Vloggen ist schwerer als man denkt XD

  • Reply
    Mel van Rolt
    7. Oktober 2015 at 20:48

    Da hab ich auch direkt wieder Fernweh und muss dringend asiatisch kochen! Einiges erinnert mich total and Thailand! Wir konnten auch nicht so viel essen wie wir wollten. Es war wirklich zu heiß. Aber jeden Penny und die Reise wert. Schau doch mal bei mir vorbei. Ich habe meinen Reisebericht auch online. Einige Fotos könnten auch aus deinem Urlaub stammen, und umgekehrt 😀

    Liebe Grüße!

    • Reply
      Bambi
      9. Oktober 2015 at 8:12

      Huhu, ja ich glaub, ich habe noch vor dem Urlaub einen Bericht bei dir gesehen! … aber die anderen werde ich jetzt auch mal nachholen 🙂 … man sieht das ja jetzt mit etwas anderen Augen ^^ — Viele Malayen haben uns schräg angeguckt und gefragt, warum wir den dort Urlaub machen, und nicht in Thailand, dort sei es viel schöner. XD … Jetzt will ich auch mal dort hin!

      • Reply
        Mel van Rolt
        9. Oktober 2015 at 23:29

        Wie seid ihr denn überhaupt auf Malaysia gekommen? 😀

        Diese Rotee-Sache ist ja interessant! In Thailand gab es das wirklich klassisch süß. Wir haben uns aber erklären lassen, dass die Speise aus Israel stammt und gar nicht klassisch Thai ist!
        Ich kann mir gu vorstellen, dass mir die Variante aus Malaysia besser schmeckt. Muss ich vielleicht doch nochmal probieren 🙂

        • Reply
          Bambi
          10. Oktober 2015 at 9:30

          Wir wollten beide nach Asien. Ich nach Korea oder Japan und meine Freundin nach Thailand. Der Mittelweg, mit dem wir beide cool waren, war dann Malaysia – außerdem war der Flug günstig! ^^
          Das hab ich auch gehört, das Brot soll in ganz Südostasien in verschiedenen Varianten verbreitet sein – das nur süße hatte ich auch, aber brrr diese furchtbare Kondensmilch XD … meine Freundin ist Diabetikerin, da war es oft nicht so leicht, weil überall unkontrolliert Zucker beigefügt war XD!

  • Reply
    Jenni KuneCoco
    8. Oktober 2015 at 20:44

    Aah, der Reisebericht! <3 Gerade Singapur find ich ja so spannend – interessant, dass es dir da eher nicht gefallen hat. Und ich mag das Video sehr! Ich hab ja auch versucht, in Taiwan zu filmen und meine Videos mit der sony alpha 5000 kann man eigentlich komplett in die tonne treten.

    • Reply
      Bambi
      9. Oktober 2015 at 8:43

      Auf Singapur war ich auch mit am meisten gespannt! Vorher. 😀 … ich war recht enttäuscht, (vielleicht, weil die ganze Stadt auf SHOPPING ausgelegt ist und dabei aber teuer, so das es keinen Spaß macht ^^? Ich kaufe im Urlaub nur Dinge, die günstiger sind als hier, da bin ich Prinzipienreiter :P) aber interessant ist es allemal!
      Was ist mit der Kamera? Ich hab ja schon vernommen – bei snapchat? ich weiß nicht mehr XD … dass du nicht mit ihr warm wirst?! Ich muss zugeben, die 5100 hat auch viele Einstellungen, die ich nicht durchblicke und die mit zu „gimmiky“ sind, hab mich aber immer noch nicht mit der Bedienungsanleitung auseinander gesetzt.
      Meine Clips sind ja auch zum Teil recht verwackelt, das lag aber an mir ^^

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